Ganz ehrlich, wer das nach den Snowden-Veröffentlichungen und all den NSA-/BND-/etc-Skandalen der letzten Zeit nicht längst gewusst oder zumindest geahnt hat, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
Ach ja, nebenbei noch Glückwunsch an alle CDU/CSU- und SPD-Wähler zur Durchsetzung der Vorratsdatenspeicherung.
Ich hatte das Video zwar hier schon gezeigt, muss es aber nochmal gesondert erwähnen, da es einfach erschreckend ist, was derzeit bei uns (sicherlich nicht nur in Erfurt) passiert und welche Züge die Hetze gegen Andersartige annimmt.
Eines der traurigen Highlights bei ca. 4:00:
Eines der wesentlichen Ziele ist, dass wir nicht überfremdet werden. Was derzeit passiert, ist ein Affentheater ohne gleichen. Herr Gott nochmal, wenn früher hunderttausende von Ausländern kamen, da wurden die Streitkräfte mobilisiert und die Grenzen dicht gemacht. Man hat das Militär bewaffnet. Heute gibt’s Empfangskomitees und andere Arschlöcher, die die Leute auch noch empfangen.
Laut Videoeinblendung (die ich nicht prüfen kann, da man den Sprecher nicht sieht) ist es Rigolf Henning, Leiter der ‘Europäischen Aktion’ in Deutschland. Ein Musterbeispiel für einen Rechts-Außen-Spinner, der wohl auch den Holocaust verleugnet (siehe Link zu Wikipedia).
Mit ihm darüber zu diskutieren, dass wir die letzten beiden Weltkriege begonnen hatten und wir uns nicht bewaffnet hatten, weil böse schreckliche Ausländer zu uns wollten, dürfte sinnlos sein.
Und komm mir jetzt bloß keiner mit “…aber andere Länder sind doch auch scheiße und töten Indianer, Palästinenser, Chinesen oder Schokohasen.”
Kurze Durchsage von Rechts: Der nächste Nazi-Aufmarsch (ja ich weiß, das sind die alle ja gar nicht und die Lügenpresse versucht das nur so darzustellen) vor dem Erfurter Flüchtlingsheim am Moskauer Platz findet am 13.4. statt. Verrät zumindest deren Dummkopf Facebook-Seite.
Gegenmaßnahmen sind laut Twitter bereits eingeleitet…
Die #Thügida-Nazis kommen am 13. April wieder in den Erfurter Norden. Gegenkundgebungen ab 17:30 sind angemeldet (Ulan-Bator-Str. 76/77)!
Stattdessen plant sie, in Wuppertal und Hamburg „Salafisten direkt die Stirn zu bieten“.
Laut Thüringer Allgemeine wurde die Demo auf Karsamstag (4. April) verschoben. Man kann nur hoffen, dass die Stadt der Veranstaltung keine Genehmigung erteilt. Die Chancen dafür stehen m. E. gar nicht schlecht, wenn man den Absatz in der TA ließt…
Dass „Gemeinsam-Stark Deutschland“ für das Osterwochenende zur Kundgebung aufruft, dürfte für die Stadtverwaltung zum Kraftakt werden. Mehrere Gegendemonstrationen sind bereits abzusehen. Zudem wird auf dem Domplatz der Altstadtfrühling gefeiert. Auch der traditionelle Ostermarsch der Friedensbewegung steht für diesen Tag im Kalender.