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Chemnitzer Linux-Tage 2014: Rückblende

Wie auch schon im vorherigen Jahr, besuchte ich am letzten Samstag die Chemnitzer Linux-Tage. Und wie auch schon im letzten Jahr möchte ich dazu meine ganz persönlichen Ansichten/Eindrücke festhalten.

Nachdem ich die anderen drei Mitfahrer eingesammelt hatte, machten wir uns auf den Weg nach Chemnitz und waren gegen 8:40 Uhr am Veranstaltungsgebäude. Zum Glück bekamen wir auch noch einen Parkplatz auf dem Uni-Gelände, so mussten wir nicht allzu weit durch den Regen stapfen. smile

Die Leute am Einlass (zumindest auf meiner Seite…war ja klar) waren zwar nich die allerschnellsten, aber es ging doch zügig durch, so dass vor der 9 Uhr-Veranstaltung noch Zeit blieb für die o. g. Tasse (10 € dafür finde ich allerdings ziemlich happig) und eine Füllung Kaffee (1,60 € für ne große Tasse war ok) zur Stärkung.

Danach ging es dann mit den Vorträgen los…

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Chemnitzer Linux-Tage 2013: Rückblende

Wie ich es schon angekündigt hatte, war ich am Samstag bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2013 und ich möchte dazu noch meine Eindrücke von den besuchten Vorträgen niederschreiben.

Die zitierten Beschreibungen stammen alle aus dem jeweils verlinkten Vortrag.

Die Digitalisierung von Büchern

Die Digitalisierung von Büchern gehört inzwischen zu den Standardaufgaben vieler Institutionen. In dem Vortrag soll das Projekt zur Digitalisierung der zwölfbändigen Gesamtausgabe des Dichters Friedrich Rückert vorgestellt werden. Es werden die eingesetzten Programme, der Arbeitsablauf und die besonderen Schwierigkeiten bei der Umsetzung dargestellt und zur Diskussion gestellt.

Der Vortrag von Peter Koppatz war ganz interessant, auch wenn ich keinen bestimmten Grund hatte, den Vortrag anzusehen, es war einfach vom Thema her der interessanteste um 9 Uhr wink

Nützlich fand ich vor allem die Informationen zum Handlungsablauf und den verwendeten Programmen, so dass man schon mal einen guten Leitfaden hat, wenn man sich auch einmal mit so etwas beschäftigen will/muss.

Erzeugen einfacher OpenStreetMap-Karten

Im Vortrag soll gezeigt werden, wie OpenStreetMap-Daten für die Generierung einfacher Karten verwendet werden können. Neben der Darstellung eigener Online-Karten in verschiedenen Stilen mit eigenen Ergänzungen wie Tracks oder Anmerkungen sollen diese Karten auch für die Druckausgabe bereitgestellt werden. Ebenso wird gezeigt, wie man OpenStreetMap-Karten auf Android-Geräten und Garmin-GPS-Empfängern nutzt.

Der Vortrag von Jens Pönisch war zwar zum Teil informativ aufgebaut, verschwende aber zu viel Zeit für allgemeine Themen und Einführung zu dem Thema, welche dann leider bei den eigentlichen Schwerpunkten des Vortrags fehlte und daher auch nicht alle Punkte “abgearbeitet” werden konnten. Da es um die Erstellung von eigenen Karten ging und damit eine gewisse Grundkenntnis des Themas von den Teilnehmern erwartet werden könnte, hätte man die ersten 10-15 Minuten deutlich straffen können.

Alternativ hätte man das Thema vielleicht auch als Workshop anbieten können/sollen und statt dessen aus dem Vortrag lieber eine Einführung/Überblick zum Thema OSM machen sollen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer wink

Ein paar Informationen konnte ich aus dem Vortrag zumindest mitnehmen, um mich ggfs. näher damit zu beschäftigen.

Einführung ins Cross Media Publishing

Die Veröffentlichung von Texten ist ein komplexer Vorgang: In diesem Vortrag geht es um technische und organisatorische Grundlagen, um mit AsciiDoc, DocBook, XSL & Co. aus einer Textvorlage (möglichst) alle gewünschten Ausgabeformate zu generieren.

Der Vortrag von Dr. Markus Wirtz von Open Source Press war sehr interessant. Man bekam mal einen guten Eindruck/Überblick, wie ein Verlag derzeit arbeit bzw. technisch bedingt arbeiten muss, um ein Buch für verschiedene Medien (Print, eBook) anbieten zu können. Im Kurz-Paper werden dazu unter anderem die erforderlichen Programme genannt, die im Verlag dazu verwendet werden.

Mir hätte den Vortrag bzw. die Programme ruhig mal jemand früher sagen können, dann hätte ich mir für mein eBook (welches sowieso nie veröffentlicht wird wink ) viel Arbeit gespart.

Open choice beim Dokumentenformat: Ist der Anwender überfordert?

Im Sinne des professionellen wie privaten Anwenders greift der Vortrag die Bedeutung nachhaltiger Wertschöpfung beim Dokumentenformat auf und thematisiert tägliche Herausforderungen für Unternehmen und Verwaltungen. Es wird zunächst der Status Quo mit Interoperabilitätsproblemen aufgezeigt. Danach werden denkbare Ansätze zur Zusammenarbeit, wie sie pragmatisch Interoperabilität fördern und damit die freie Wahl der Nutzung von Office-Suiten ermöglichen, diskutiert. Erfahrungen aus einer Vielzahl von professionellen Migrationen zu freien und proprietären Office-Suiten runden die Thematik ab.

Ich weiß nicht so recht, wie ich den Vortrag von Lothar Becker einordnen soll. Einerseits waren zwar ein paar interessante Informationen dabei, welche Unterschiede z. B. in den unterschiedlichen Dateiformaten von Openoffice, LibreOffice und Microsoft Office bestehen, andererseits…tja, ich weiß auch nicht. Leider konnte ich aus dem Vortrag nicht viel mehr mitnehmen.

Mittagspause

Als ich nach zur Essensausgabe schaute, war scheinbar gerade Schicht im Schacht. Alle standen ohne nennenswerte Regung herum, sprich es wurde kein Essen ausgegeben und die Schlange war gefühlt 2 km lang. Ich habe daher auf ein warmes Essen verzichtet und an der Kaffeetheke eine Kleinigkeit gekauft.

Ich weiß nicht was da los war, hätte mir aber gewünscht, dass die Organisation bzw. die Nachschubversorgung besser ist.

IT-Management mit Open Source Tools

Systemadministratoren stehen über kurz oder lang vor der Frage, wie sie ihre ständig wachsende Umgebung nicht nur im Griff behalten, sondern auch für zukünftige Entscheidungen die nötigen Informationen sammeln können. Asset- und Softwaremanagement heißt die Antwort, und wir stellen freie Tools vor, die diese Aufgabe erledigen, ohne dabei kommerziellen Produkten nachzustehen.

Der Vortrag von Michael Saalfrank war definitiv nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Anderen ging es wohl genauso, denn obwohl der Raum komplett gefüllt war, verließen einige nach kurzer Zeit die Veranstaltung wieder.

Im Endeffekt wurde die Software puppet vorgestellt und welche Möglichkeiten man damit hat, mehrere Server/Clients aus der Ferne zu administrieren bzw. Software für ganze PC-Gruppen zu verteilen. Allerdings frage ich mich, wer in dem Vortrag saß und das Zeug wirklich braucht, denn es war immer die Rede von ein paar hundert bis tausend Systemen eek

Für mich war das definitiv der falsche Vortrag, den hätte ich mir sparen und vielleicht noch einen Versuch beim Essen starten sollen wink

Datenschutzrecht für Linux-Admins in Betrieben und Behörden

Der Vortrag gibt einen Überblick über das aktuelle Datenschutzrecht, das Linux-Administratoren in ihrer täglichen Arbeit in Betrieben und Behörden zu beachten haben.

Unter dem Motto «Was kann, und was darf!» werden aktuelle Fragen aus dem Datenschutz behandelt, insbesondere die Frage nach der Kontrolle von privatem E-Mail- und Internetverkehr im Betrieb.

Der Vortrag von Dr. Christian Klostermann war sehr interessant, griff er doch viele Themen auf, die mich auch im beruflichen Umfeld zum Teil betreffen, z. B. Umgang mit den E-Mail-Konten von Mitarbeitern, sofern eine Privatnutzung im Betrieb erlaubt ist. Zwar werden natürlich (er ist ja Anwalt wink ) keine klaren Aussagen gemacht, aber man wird zumindest für das Thema Datenschutz und Privatsphäre sensibilisiert.

Rechtsfragen für Postmaster und Unternehmen

Der rechtssichere Umgang mit E-Mails, Spam- und Virenschutz wirft seit jeher für den Administrator zahlreiche Fragen und Probleme auf, die selten gelöst werden. Doch sobald die private Nutzung der E-Mails durch Mitarbeiter ins Spiel kommt, wird es endgültig kompliziert und unübersichtlich.

Anforderungen an Unternehmen und Administratoren stehen dabei im krassen Widerspruch zu datenschutz- oder telekommunikationsrechtlichen Vorschriften oder der gelebten Praxis in den Unternehmen. Konflikte sind vorprogrammiert — und zwar in jeder Hinsicht.

Der Vortrag von Peer Heinlein ging in die gleiche Richtung wie der vorherige, auch wenn Herr Heinlein einige Dinge anders sieht, als Dr. Klostermann. Aber das darf er ja smile Wer irgendwie mit der Administration von E-Mail-Postfächern betraut ist, sollte sich den Vortrag von Herrn Heinlein auf jeden Fall mal ansehen.

An der Stelle sei erwähnt, das der Vortrag sehr ausgeufert ist und statt 60 Minuten mal eben knapp 125 Minuten dauerte. Aber hier zeigt sich die Qualität des Referenten: Es war nie langweilig und man merkte die Zeit überhaupt nicht. Ein großen Lob an der Stelle nochmal an ihn!

Chemnitzer Linux-Tage 2013

Falls hier zufällig jemand liest, der bei den Chemnitzer Linux-Tagen an diesem Wochenende ist: Ich bin am Samstag da, es besteht also die Möglichkeit zum Real-Live-Face2Face-Talk smile

Die Chemnitzer Linux-Tage sind eine Veranstaltung rund um das Thema Linux und Open Source für jedermann. Sie werden vom IN Chemnitz, der CLUG, dem Rechenzentrum und der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz und vielen freiwilligen Helfern durchgeführt. Unsere Sponsoren sind uns dabei eine große Hilfe.

Auch 2013 haben sich die Chemnitzer Linux-Tage einen Platz an einem März-Wochenende gesucht. Also Kalender gezückt und den 16. und 17.03. dick einkreisen! Es lohnt sich bestimmt.

Ich habe mir auf der Programmseite mal ein paar Vorträge ausgesucht, die ich wahrscheinlich besuchen werde (sind so komisch braun hinterlegt und mit nem Haken dran). Bei Vorträgen die parallel laufen, werde ich mich spontan entscheiden müssen, welchen ich mir ansehe.

Also wie oben geschrieben: Falls jemand Lust auf ein kleines Meet-Up hat und mir einen Kaffee spendieren will wink der kann mich einfach kurz anschreiben, Möglichkeiten gibt es im Kontaktformular ja genug smile

Chemnitzer Linuxtage 2011

So, ein paar Tage sind nun doch schon in’s Land gezogen, Zeit für einen kleinen Rückblick zum Samstag, da war ich mit zwei Bekannten vom Erfurter Ubuntu Stammtisch in Chemnitz bei den Linux-Tagen.

Wer sie nicht kennt: Viele “Aussteller”, die ihre Produkte und/oder Distributionen (z. B. Fedora, Debian, Ubuntu) zeigen, rund um die Uhr Vorträge zu verschiedenen Themen aus allen Bereichen der Soft- und Hardware und außerdem auch Workshops bei denen man Dinge live gezeigt bekommt und direkt mitmachen kann. Alles in allem eine sehr runde und informative Sache.

Wir waren dann Samstag so gegen 8:30 Uhr vor Ort und der Einlass war auch kein Problem, wir mussten überhaupt nicht warten und wurden sofort “abgefertigt”. Danach erst mal umgesehen, Käffchen getrunken und geschaut welche Anbieter so da sind und welche Vorträge wir uns ansehen wollten.

9:00 Uhr: Die Open Source Infrastruktur-Cloud
So viele coole Wörter im Titel, das Superwort 2011 “Cloud” auch noch dabei…das muss man sich natürlich anhören wink Der Vortrag selbst war ganz nett, hat aber für mich nicht viel Neues gezeigt. Interessant war die Darstellung des Hype-Zyklus (kannte ich so glaube ich noch nicht) und das wir uns momentan auf dem Weg zum „Gipfel der überzogenen Erwartungen” befinden. Da bin ich mal auf das Tal der Enttäuschungen gespannt. Vielleicht gehen Google und Facebook gleichzeitig vom Netz? laugh

10:00 Uhr: Mein eigener Webserver – das (un-)bekannte Wesen
Der Referent hat praktisch einen Streifzug quer durch die Server-Installation gemacht mit den verschiedenen Programmen/Datenbanken/JavaScript/blablabla. Viele viele Wörter, die mir nur in meiner wildesten Phantasie über den Weg laufen würden und Dinge, an die ich mich nie ran trauen würde normal Der Vortrag selbst war aber trotzdem interessant und speziell die eher nebenbei vom Referenten ins Mikrofon gemurmelten Kommentare zu bestimmen Sachen waren sehr erheiternd smile

Danach haben wir erst mal Pause gemacht und uns die diversen Stände genauer angesehen. Bei der Gelegenheit habe ich mir dann gleich mal ein Update von Moneyplex gekauft, welches es zur Feier des Tages mit 25% Messerabatt gab. cool Außerdem hab ich den guten Mann von der Theke gegängelt, weil die Mac-Version so lange auf sich warten lässt…aber ich war vermutlich nicht der Einzige, der ihn darauf ansprach laugh

13 Uhr: Professionelle IT Dokumentation – Anforderungen aus rechtlicher Sicht
Sehr sehr interessanter und gut gemachter Vortrag zur Frage, inwieweit eine Dokumentation (also Sinne von Anleitung/Handbuch) durch einen Softwarehersteller vertraglich geschuldet ist. Wir wurden zwar am Ende aus dem Raum vertrieben, weil der Referent überzogen hatte wink aber dafür ist er auch auf viele Themen aus dem Publikum eingegangen und hat sicher bei einigen Leuten zu einem “Aha”-Erlebnis geführt, mich eingeschlossen. Am Rande wurden auch Fragen zur personenbezogenen Datenverarbeitung in Unternehmen beantwortet, unter dessen Punkt sogar eine interne Adressverwaltung fällt, die für keine sonstigen Dinge (Newsletter etc) verwendet wird.

Danach war mal wieder Pause und gucki-gucki machen wink

Sehr sympathisch waren auch die Leute vom Dante\-Stand, wo ich mich ein bisschen mit Herrn Voß unterhielt, der mir sehr ausführlich bei meiner Frage half und zum Abschied noch die aktuelle Die TeXnische Komödie schenkte cool

15 Uhr: Linux im Büro von Kleinunternehmen
Sehr gut gemacht Vortrag von Herrn Freitag, einem Softwareentwickler bei SUSE. Er hat auf verständliche und praxisnahe Weise aufgezeigt, wie in kleinen Firmen mit 2-5 Personen der Alltag abläuft und was bei Firmen, wo der Chef Abends noch die Buchhaltung machen muss, wirklich wichtig ist und was solche Leute überhaupt nicht brauchen/interessiert. Bei manchen der Schilderungen konnte ich mich direkt selbst in so einer Situation sehen wink Schlussendlich führte der Vortrag zu dem von ihm entwickelten Programm Kraft (KDE, bäh wink ), für dessen praktische Vorführung leider keine Zeit mehr blieb. Wer sich für sowas interessiert, kann sich aber auf der Homepage diverse Screenshots ansehen oder das Programm einfach mal installieren, da es kostenlos ist cool

16 Uhr: E-Mail-Verschlüsselung mit GPG. Von der Key-Erzeugung zur verschlüsselten E-Mail.
Guter Vortrag für Einsteiger, die bisher noch nichts mit E-Mail-Verschlüsselung am Hut hatten. Es wurde anschaulich und an praktischen Beispielen erklärt, wie die Ersteinrichtung einer Verschlüsselung läuft (also das Erzeugen der verschiedenen Schlüssel) und wie die Sache im E-Mail verkehr dann praktisch genutzt wird.

Leider wurde eine für mich wichtige Frage nicht geklärt: Wie überzeugt man die Leute, verschlüsselte Mails zu schreiben?
Ich für meinen Teil habe mit PGP/GnuPG seit ca. 1999 experimentiert und niemanden (bis auf Einzelfälle) gefunden, der das praktisch nutzt. Was hilft mir also eine verschlüsselte oder signierte Mail, wenn 99,9% der Empfänger mich doof angucken, was ich da schicke? An sich eine gute Sache, hat sich aber leider nie wirklich durchgesetzt in der Masse, was ich sehr bedauere.

Danach war dann für uns Schluss. Wir haben noch ein bisschen geguckt und sind dann zurück nach Erfurt gefahren.

Chemnitzer Linux-Tage

Am 19. und 20.03.2011 sind wieder einmal die Chemnitzer Linux-Tage und ich bin am überlegen, auch mal daran teil zu nehmen. Einen Tag wäre ich wohl auf jeden Fall da sein (hängt vom Vortragsprogramm ab, ob Samstag oder Sonntag), wobei ich auch am überlegen bin, 1 oder 2 Nächte in Chemnitz zu verbringen.

Ist zufällig jemand dort der mich kennt oder zumindest hier liest und mir mal persönlich die Meinung sagen will? wink

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