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USA 2011 - Teil 1: Anreise

So, dann will ich mal damit anfangen, ein bisschen über unseren letzten Urlaub zu berichten.

Da wir 07.05. (Samstag) Morgens gegen 8:30 Uhr fliegen sollten, sind wir schon Freitag mit dem ICE nach Frankfurt gefahren. Untergebracht waren wir im Mercure Hotel Frankfurt Airport, welches zwar etwas teurer ist als einige andere Hotels in Flughafennähe, aber dafür ist der Shuttle-Bus zum Flughafen kostenlos dabei, also war es im Endeffekt wieder ok. Falls jemand mal eine Unterkunft für einen Flug/Zwischenstopp braucht, kann man das Hotel auf jeden Fall empfehlen und der Shuttle-Bus fährt (soweit ich mich erinnere) von Morgens 4 Uhr bis Nachts 22 Uhr.

Der Check-In am Flughafen ging dann schnell von statten, da wir vorher schon den Online-Check-In gemacht hatten. Hat zwar für die Sitzplatzauswahl nichts gebracht (die besten Plätze waren schon weg), aber die Schlange am Schalter war um mehrere km kürzer als am normalen Check-In laugh Gewichtsprobleme beim Gepäck gab es erstmal auch nicht, schließlich war ein Koffer halb leer und ich hatte daheim ja auch nochmal gewogen.

Da wir dann bis zum Boarding noch Zeit hatten, waren wir noch ne Weile in einer Ecke gesessen und ich habe mir (zum ersten mal in meinem Leben) was bei Starbucks gekauft cool Erster Eindruck: Sehr lecker. Schade, dass es in Erfurt keine Filiale gibt, die hätten definitiv einen neuen Stammgast smile

Als es dann zur Handgepäck-Kontrolle ging, hatte ich doch etwas bedenken, schließlich war meine Notebook-Tasche vollgestopft mit diversen GPS- und Ladegeräten, Akkus, etc. Da hätte man vermutlich mehrere Sprengsätze daraus basteln können wink Aber die Zollbeamten hielten mich scheinbar für harmlos, denn ich musste keines der Geräte erklären und konnte unbehelligt passieren. Danach war ich etwas entspannter laugh

Der Flug mit der Boeing 747-400 von Singapore Airlines verlief ohne Probleme. Zwar merkt man dem Flugzeug an, dass es in die Jahre gekommen ist (wird nach und nach ausgemustert), dafür hatte die weibliche Besatzung schöne farbenfrohe Kleidung an, nicht so steifes Zeug wie man es von den Deutschen gewohnt ist…

Ich hatte zwar erst Bedenken bzgl. der Beinfreiheit, aber die Leute vor mir wollten sich zum Glück nicht zurück legen, daher ging es. Auch vom sitzen her konnte ich mich nicht mal beklagen in den 8 Stunden Flug. Muss ich 2 Stunden hier im Kino sitzen, merke ich meinen Hintern deutlich mehr…

Irritiert war ich eigentlich nur von dem (nicht vorhandenen) Asiaten neben mir. Dem hab ich wohl nicht so gefallen, denn er hat sich noch vor dem Abflug umgesetzt eek …und nein, ich habe weder gerülpst noch gefurzt!

Nach unserer Ankunft am JFK ging es relativ flott durch den Zoll. Kann man auch gar nix verkehrt machen, denn am Anfang der Warteschlange steht extra ein Typ, der den Leuten sagt an welchen Schalter sie sich anstellen sollen. Nach welchem Prinzip das lief hab ich nicht herausgefunden, aber es klappte doch recht gut.

Etwas irritiert hatte mich nur, dass ich nicht neben Anja stehen durfte bei der Passkontrolle, weil wir nicht verheiratet waren. Naja, is halt so. Nächstes Kopfschütteln war 10 Sekunden später: Man muss alle Finger scannen lassen bei der Einreise. Bei uns regen sich die Leute schon auf, dass ein Finger für den Reisepass gescannt wird. Verkehrte Welt. Spätestens ab hier kann man also ruhigen Gewissens auch den neuen Personalausweis/Reisepass beantragen, denn ab sofort hat eh jeder alles von einem.

Nachdem wir dann unsere Koffer hatten und in die Ankunftshalle kamen, wollten wir uns eigentlich erstmal orientieren um zu sehen, wie wir überhaupt zu unserem Hotel kommen. Daraus wurde aber nichts, da uns gleich ein Kerl angesprochen hat (angeblich Mitarbeiter vom Flughafen), der den Leuten Shuttle-Busse zu den Hotels aufschwatzte. Da wir sowieso neu waren, uns nicht auskannten und die Koffer auch nicht herumschleppen wollten, sind wir auf das Angebot eingegangen.

Nach gut einer halben Stunde Fahrt und 50 USD weniger, waren wir dann endlich am Hotel Metro angekommen.

Zooparkfreunde Erfurt mit neuer Homepage

Heute war ich doch sehr (und angenehm) überrascht, dass die Zooparkfreunde Erfurt seit ein paar Tagen eine neue Homepage haben cool

neue Homepage der Zooparkfreunde Erfurt

Für Interessierte gibt es nun als wesentliche Änderungen eine detaillierte Übersicht zu möglichen Tierpatenschaften inkl. Beschreibung und Foto des jeweiligen Tieres (bisher nur eine „lausige” PDF-Datei) sowie Downloads der alten Vereinszeitschriften seit 2009.

Für mich ein gelungener neuer Auftritt!

Chemnitzer Linuxtage 2011

So, ein paar Tage sind nun doch schon in’s Land gezogen, Zeit für einen kleinen Rückblick zum Samstag, da war ich mit zwei Bekannten vom Erfurter Ubuntu Stammtisch in Chemnitz bei den Linux-Tagen.

Wer sie nicht kennt: Viele “Aussteller”, die ihre Produkte und/oder Distributionen (z. B. Fedora, Debian, Ubuntu) zeigen, rund um die Uhr Vorträge zu verschiedenen Themen aus allen Bereichen der Soft- und Hardware und außerdem auch Workshops bei denen man Dinge live gezeigt bekommt und direkt mitmachen kann. Alles in allem eine sehr runde und informative Sache.

Wir waren dann Samstag so gegen 8:30 Uhr vor Ort und der Einlass war auch kein Problem, wir mussten überhaupt nicht warten und wurden sofort “abgefertigt”. Danach erst mal umgesehen, Käffchen getrunken und geschaut welche Anbieter so da sind und welche Vorträge wir uns ansehen wollten.

9:00 Uhr: Die Open Source Infrastruktur-Cloud
So viele coole Wörter im Titel, das Superwort 2011 “Cloud” auch noch dabei…das muss man sich natürlich anhören wink Der Vortrag selbst war ganz nett, hat aber für mich nicht viel Neues gezeigt. Interessant war die Darstellung des Hype-Zyklus (kannte ich so glaube ich noch nicht) und das wir uns momentan auf dem Weg zum „Gipfel der überzogenen Erwartungen” befinden. Da bin ich mal auf das Tal der Enttäuschungen gespannt. Vielleicht gehen Google und Facebook gleichzeitig vom Netz? laugh

10:00 Uhr: Mein eigener Webserver – das (un-)bekannte Wesen
Der Referent hat praktisch einen Streifzug quer durch die Server-Installation gemacht mit den verschiedenen Programmen/Datenbanken/JavaScript/blablabla. Viele viele Wörter, die mir nur in meiner wildesten Phantasie über den Weg laufen würden und Dinge, an die ich mich nie ran trauen würde normal Der Vortrag selbst war aber trotzdem interessant und speziell die eher nebenbei vom Referenten ins Mikrofon gemurmelten Kommentare zu bestimmen Sachen waren sehr erheiternd smile

Danach haben wir erst mal Pause gemacht und uns die diversen Stände genauer angesehen. Bei der Gelegenheit habe ich mir dann gleich mal ein Update von Moneyplex gekauft, welches es zur Feier des Tages mit 25% Messerabatt gab. cool Außerdem hab ich den guten Mann von der Theke gegängelt, weil die Mac-Version so lange auf sich warten lässt…aber ich war vermutlich nicht der Einzige, der ihn darauf ansprach laugh

13 Uhr: Professionelle IT Dokumentation – Anforderungen aus rechtlicher Sicht
Sehr sehr interessanter und gut gemachter Vortrag zur Frage, inwieweit eine Dokumentation (also Sinne von Anleitung/Handbuch) durch einen Softwarehersteller vertraglich geschuldet ist. Wir wurden zwar am Ende aus dem Raum vertrieben, weil der Referent überzogen hatte wink aber dafür ist er auch auf viele Themen aus dem Publikum eingegangen und hat sicher bei einigen Leuten zu einem “Aha”-Erlebnis geführt, mich eingeschlossen. Am Rande wurden auch Fragen zur personenbezogenen Datenverarbeitung in Unternehmen beantwortet, unter dessen Punkt sogar eine interne Adressverwaltung fällt, die für keine sonstigen Dinge (Newsletter etc) verwendet wird.

Danach war mal wieder Pause und gucki-gucki machen wink

Sehr sympathisch waren auch die Leute vom Dante\-Stand, wo ich mich ein bisschen mit Herrn Voß unterhielt, der mir sehr ausführlich bei meiner Frage half und zum Abschied noch die aktuelle Die TeXnische Komödie schenkte cool

15 Uhr: Linux im Büro von Kleinunternehmen
Sehr gut gemacht Vortrag von Herrn Freitag, einem Softwareentwickler bei SUSE. Er hat auf verständliche und praxisnahe Weise aufgezeigt, wie in kleinen Firmen mit 2-5 Personen der Alltag abläuft und was bei Firmen, wo der Chef Abends noch die Buchhaltung machen muss, wirklich wichtig ist und was solche Leute überhaupt nicht brauchen/interessiert. Bei manchen der Schilderungen konnte ich mich direkt selbst in so einer Situation sehen wink Schlussendlich führte der Vortrag zu dem von ihm entwickelten Programm Kraft (KDE, bäh wink ), für dessen praktische Vorführung leider keine Zeit mehr blieb. Wer sich für sowas interessiert, kann sich aber auf der Homepage diverse Screenshots ansehen oder das Programm einfach mal installieren, da es kostenlos ist cool

16 Uhr: E-Mail-Verschlüsselung mit GPG. Von der Key-Erzeugung zur verschlüsselten E-Mail.
Guter Vortrag für Einsteiger, die bisher noch nichts mit E-Mail-Verschlüsselung am Hut hatten. Es wurde anschaulich und an praktischen Beispielen erklärt, wie die Ersteinrichtung einer Verschlüsselung läuft (also das Erzeugen der verschiedenen Schlüssel) und wie die Sache im E-Mail verkehr dann praktisch genutzt wird.

Leider wurde eine für mich wichtige Frage nicht geklärt: Wie überzeugt man die Leute, verschlüsselte Mails zu schreiben?
Ich für meinen Teil habe mit PGP/GnuPG seit ca. 1999 experimentiert und niemanden (bis auf Einzelfälle) gefunden, der das praktisch nutzt. Was hilft mir also eine verschlüsselte oder signierte Mail, wenn 99,9% der Empfänger mich doof angucken, was ich da schicke? An sich eine gute Sache, hat sich aber leider nie wirklich durchgesetzt in der Masse, was ich sehr bedauere.

Danach war dann für uns Schluss. Wir haben noch ein bisschen geguckt und sind dann zurück nach Erfurt gefahren.

mein erster Webmontag

Irgendwie bin ich vor ein paar Tagen bei Twitter auf die Seiten vom Webmontag Erfurt gestoßen und das am 07.02.2011 ein neuer sein sollte. Da ich das Konzept eines Ignite und die bereits angekündigten Themen interessant fand, bin ich da also gestern einfach mal hin.

Zuvor aber noch kurz zur Erklärung was ein Ignite ist:
  1. Erstelle 20 Folien um deinen Vortrag zu illustrieren und zu unterstützen. Die Titelfolie zählt inklusive (Titel + 19 Folien).
  2. Jede Folie wird nur 15 Sekunden lang dargestellt und wechselt dann automatisch zur Nächsten.
  3. Benutzt keine Animationen, Videos oder sonstige Bewegungen auf euren Folien.
Quelle: webmontag.de/Erfurt Die Themen an dem Abend (unsortierte Reihenfolge):
  • 10 gute Gründe für Continuous Integration
  • Genügend gute Gründe, wieso Ruby besser als PHP ist
  • Die spannendsten Datenqualitätspannen der letzten Jahre – ein Ausflug in die teure Welt der mangelnden Datenqualität
  • Geile Idee, aber ich hab kein Geld für ein Büro
  • Wie man ein Dorf ans Internet anschließt
  • 20 Gründe Coworking als die Arbeitsform der Zukunft zu betrachten
  • Wie bekommt man bis 5000 Euro Kredit für seine Selbstständigkeit als Hartz4 Empfänger
  • HTML5 und JavaScript. Ein Blick über das nächste Level.
Quelle: webmontag.de/Erfurt

Veranstaltet wurde der Abend beim Coworking Erfurt, in der Kalkreiße, einem Industriegebiet von Erfurt. (Karte)

Ich fand den Abend an sich durchaus interessant, da man in kurzer komprimierter Form von Sachen hört, mit denen man (wahrscheinlich) wenig bis nichts zu tun hat. Je nach Thema hat man dann zwar auch mal mehr mal weniger verstanden, aber macht ja nix smile Es war auch nicht wie von mir vorab befürchtet, dass da nur lauter SEOSchweine sitzen würden, sondern es war relativ durchwachsen durch viele Berufs und Altersgruppen.

Etwas schade war, dass der Beamer nicht besser platziert werden konnte, so war einem der Blick auf die Präsentation ab der 2ten Reihe doch deutlich erschwert, in meiner 4ten Reihe habe ich so gut wie gar nichts mehr gesehen. Allerdings konzentriert man sich dann vielleicht besser auf den Sprecher wink

Weiterer Minus-Punkt: Becks. Geht ja mal gar nicht. Die große Masse der Leute hat es trotzdem getrunken. sad

Laut Ansage des Organisators wird der nächste Webmontag wohl am 21.03.2011 sein, soweit ich mich richtig erinnere. Ich denke, ich werde mir den Termin auf jeden Fall mal vormerken. Ob ich dann hin gehe wird sich wohl zeigen, wenn die Themen feststehen.

Digitale Gegenöffentlichkeit im Zeitalter von Wikileaks Co.

Ganz schön reißerischer Titel, oder? Ist auch nicht von mir, keine Sorge.

Es handelt sich dabei um das Thema einer Veranstaltung, die ursprünglich morgen im Kunsthaus Erfurt stattfinden sollte. Referent ist Frank Rieger vom Chaos Computer Club.

Die Welt der Medien – etablierter wie alternativer – ändert sich in dramatischem Tempo. Das Aufkommen von Leaking-Plattformen, die es Whistleblowern ermöglichen, wichtige Informationen, die sonst nicht gefahrlos publiziert werden könnten, an die Öffentlichkeit zu bringen hat viel Wirbel erzeugt. Das wesentliche dabei ist jedoch nicht die konkrete Plattform oder die Personen dahinter. Wichtig ist vielmehr der Beweis, daß Leaken möglich ist und das sich dadurch reale Veränderungen erreichen lassen. Bei der Betrachtung gilt es, den Unterschied zwischen der Privatsphäre von Personen und den Geheimnissen von Staaten nicht zu verwischen oder durcheinanderzubringen und die Fragen nach der ethischen Verantwortbarkeit nicht zu vergessen. Frank Rieger ist Sprecher des Chaos Computer Clubs und und technischer Geschäftsführer einer Firma für Kommunikationssicherheit.
Quelle: rosalux.de

Wie geschrieben sollte der Vortrag morgen stattfinden, aber der Referent ist leider erkrankt und so muss der Termin auf den 25.02.2011 um 19:00 Uhr verlegt werden.