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Krautreporter wird langsam

Nachdem ich letztens noch über den desolaten Zustand der Krautreporter-Website gewettert hatte (beim offiziellen Start hatte sich gegenüber der Beta übrigens an meinen Punkten nix geändert), will ich ehrlicherweise auch positiv erwähnen, dass es inzwischen einige kleine Verbesserungen gab:

  1. inzwischen gibt es einen RSS-Full-Feed
  2. von Montag bis Freitag gibt es morgens einen Newsletter (“Morgenpost”), in dem über aktuelle Themen und neue Artikel auf krautreporter.de berichtet wird, den m. W. auch Nicht-Kunden abonnieren können

Nun stellt sich natürlich für die zahlende Kunden die Frage, warum bekommen auch Nicht-Zahler die ganzen Artikel, den Feed und den Newsletter? Ich bin da Zwiespalten. Einerseits finde ich es natürlich doof, andererseits finde ich es gut und wichtig für die Entwicklung der Seite, dass Inhalte für alle Verfügbar sind. Zum einen als Werbung zum anderen “weil die Leistung eh schon bezahlt ist”. Vielleicht entwickelt sich das ganze ja auch zu einem “pay what you want”, wie es einige andere Anbieter (u. A. mein Webhoster uberspace) handhaben. Was das alles angeht, bin ich gespannt, wohin es sich entwickeln wird und ob das Konzept auch nach der 12-monatigen Testphase bestand haben wird.

Erste Eindrücke zum Krautreporter-Beta-Start

Heute Nacht habe ich nun auch meine Beta-Einladung zum Start der Krautreporter-Plattform bekommen und möchte nun mal meine Eindrücke dazu hier niederschreiben. Ihr dürft eure Eindrücke gerne in den Kommentaren niederschreiben.

Da die Krautreporter in ihrem Test explizit darauf hinweisen, dass es um technische Sachen im Beta-Test geht und die vorhandenen Artikel nur als Platzhalter dienen sollen, gehe ich auf diese hier ebenfalls nicht ein.

Positiv

  • Autoren und Leser können Anmerkungen zu Artikeln/Absätzen schreiben
  • Bedienung am iPhone 5 funktioniert gut

Negativ

  • keine Einzelansicht von Artikeln, man scrollt praktisch durch alles durch und die Artikel werden dynamisch nachgeladen, finde ich im Browser sehr unangenehm
  • PDF-Export geht nur über die Druckfunktion des Browsers/Systems, wer systembedingt keinen PDF-Drucker hat, kann die Artikel nicht archivieren, das Plot-Layout der Artikel scheint einigermaßen gut zu funktionieren
  • kein EPUB, wer die Artikel auf einem eBook-Reader lesen will, muss sich irgendwie zu helfen wissen, für Normalnutzer unzumutbar
  • (automatischer) Artikelversand per E-Mail scheint nicht vorhanden zu sein, man kann sich neue Artikel also nicht automatisch zustellen lassen, würde ich mir aber wünschen
  • einen RSS/Atom-Feed scheint es nicht zu geben, man kann die Artikel also auch nicht im bevorzugten News-Reader lesen
  • keine Möglichkeiten für Social-Login (OpenID, Twitter, Google, Faceboo, …)

Fazit

Nach 5 Monaten Planung und Arbeit hat man nun also ein sehr eingeschränktes Weblog mit ganz netter Notizenfunktion. Man kann nur hoffen und wünscht es den Machern, dass sich da in den nächsten Wochen noch was tut.

“Beta” lasse ich nicht gelten. Die meisten der oben genannten Kritikpunkte gehören bereits in der Konzeptplanung/Alpha-Software behoben/integriert. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass man hier eine unabhängige Online-Zeitung etablieren will. Mir als Kunde dann in dieser Form vorschreiben zu wollen und keine Alternativen anzubieten, auf welche Art ich die Artikel lese, finde ich dabei sehr rückständig und die Leute hinter Krautreporter sollten sich dringend überlegen, hier noch auszubauen.

Endlich ein Starbucks in Erfurt?

Es scheint zumindest so, wenn man der folgenden Stellenanzeige glauben darf:

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expandierendes Unternehmen auch in Deutschland auf Wachstumskurs.

Als Betreiber für das NEU ZU ERÖFFNENDE Starbucks Coffee House am Erfurter Hauptbahnhof suchen wir ab sofort einen:

Store Manager m/w, VZ

Hoffen wir das Beste, damit Thüringen (und vor allem Erfurt) auch endlich in den Genuss kommt! cool

Das geteilte Land

Bei Zeit Online gibt es ein paar nette Statistiken und Grafiken zur Einheit Teilung des Landes.

Im Rekordtempo haben die Deutschen nach 1989 die Spuren der Teilung beseitigt – aus den Straßen sind sie verschwunden. Doch in Statistiken bleibt der Osten sichtbar.

Einfach mal durchschauen, ich fand es sehr interessant anhand welcher Kriterien man Ost/West doch noch so sehr unterscheiden kann.


Bildquelle: zeit.de

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