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Bundestagswahlen 2013 - Entscheidungshilfen?

So langsam nähern wir uns dem 22. September und von den Straßenlaternen grinsen uns wieder irgendwelche Lügenbolde (alle Politiker lügen pauschal immer) mit falschen Vesprechungen entgegen. Oder sie finden nach der Wahl zumindest Ausreden, warum sie ihre Vesprechen nicht halten können/wollen…

Aber hilft ja nix. Demokratische Wahlen sind ein Recht, keine Pflicht. Also macht Gebrauch davon!

Da der hier erwähnte Wahl-O-Mat noch nicht für die Bundestagswahlen freigeschaltet wurde, Es aber durchaus auch alternative Anbieter gibt, will ich die einfach mal kurz erwähnen und meine Ergebnisse zeigen. Wir haben schließlich alle nix zu verbergen. Oder bist DU etwa ein Terrorist?

Bundes | Wahl | Kompass

Der Bundeswahlkompass wurde von bzw. in Zusammenarbeit mit der Uni Bamberg entwickelt. Nach einigen statistischen Angaben (Geburtsjahr, Bundesland etc.) wird man durch 30 Aussagen geführt, die man anhand einer sechsstelligen Skala bewerten kann. Mir sind das eigentlich schon fast zu viele Möglichkeiten, denn ob ich einer Aussage nun “zustimme” oder “vollkommen zustimme” macht m. E. nur wenig Unterschied. Aber man will hier den Leuten wohl einfach mehr Entscheidungsfreiraum lassen.

Am Ende kann man dann noch bewerten, wie sympathisch einem die einzelnen Spitzenpolitiker der Parteien sind (man kann den Punkt auch überspringen) und am Ende erhält man eine 4-Feld-Matrix (ich nenne es jetzt einfach mal so), die einem die eigene Position in Relation zu den Parteien zeigt. Neben der Grafik kann man dann auch noch auswählen, welche Themengebiete einen nicht so interessieren und die Grafik entsprechend neu berechnen lassen.

Mein Ergebnis deckt sich dabei eigentlich recht gut mit den Ergebnissen des Wahl-O-Mat für Bayern, auch wenn die Reihenfolge/Nähe zu den verschiedenen Parteien bei diesem System etwas anders aussieht. Das hängt aber sicherlich zum Teil auch mit den gestellten Fragen/Thesen zusammen.

Kandidaten-Check von abgeordnetenwatch.de

Der Kandidaten-Check geht einen etwas anderen Weg und vergleicht die Zustimmung/Ablehnung zu 24 Thesen mit denen der Kandidaten des eigenen Wahlkreises. Dadurch kann sich, je nachdem welcher Kandidat gerade welche Meinung vertritt, auch mal ein ganz anderes Bild bei der Rangliste herauskommen.

Für Erfurt hatte sich das bei mir in diesem Fall so ergeben:

  • SPD: 13 Übereinstimmungen
  • Linke: 11 Übereinstimmungen
  • Piraten: 10 Übereinstimmungen
  • Freie Wähler: 10 Übereinstimmungen

Die Ergebnisse entsprechen in der Gewichtung/Reihenfolge recht gut dem Wahlkompass, wobei die Reihenfolge vielleicht leicht anders wäre, wenn der Kandidat der Piraten nicht an den jeweiligen Stellen “Neutral” gewählt hätte anstatt meine Meinung zu vertreten laugh

WEN WÄHLEN?

Wen Wählen? ist ein Projekt von Alvar Freude in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim und dem Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft (FITUG e.V.). Alvar Freude ist Software-Entwickler und war 2010 bis 2013 Mitglied als Sachverständigerder Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages.

Zitat aus dem Impressum von wen-waehlen.de

Die Seite wen-waehlen.de gab es auch schon bei den letzten beiden Bundestagswahlen, für die aktuelle Wahl ist das System aber leider noch nicht freigeschaltet. Man kann sich die ausgewählten Fragen aber schon mal im Blog ansehen.

Meine alten Ergebnisse von 2009 kann man natürlich auch hier im Blog nachlesen smile Interessanterweise war damals die FDP recht weit vorne, Linke und Grüne eher weiter weg von mir. Ob sich im Vergleich zu 2009 meine Einstellung oder das jeweilige Parteiprogramm geändert hat wage ich nicht zu vermuten. laugh

SZ-Wahl-Thesentest

Die Süddeutsche Zeitung hat auch einen Test ins Rennen geschickt, der wohl eine recht große Datenbasis anhand der Umfragen bei den Abgeordneten haben soll. Nachdem man die 35 Fragen beantwortet hat, kann man seine Angaben mit dem Durchschnitt der großen Parteien vergleichen und bei Auswahl einer einzelnen Partei auch das jeweilige Abstimmungsverhalten der Abgeordneten bei jeder These anschauen. Insgesamt nett gemacht und ergibt bei mir zum Teil doch eine ganz andere Gewichtung im Ergebnis…

Wie man sieht, habe ich bei diesem Test eine stärkere Nähe zu den Piraten, wohingegen die SPD deutlich auf Abstand gekommen ist.

Wahl-O-Mat

Der bekannte Wahl-O-Mat ist seit heute auch für die Bundestagswahl verfügbar. Man klickt sich wie üblich durch die Fragen und bekommt am Ende ein Ergebnis. Bei mir sah das dann so aus…

Die Ergebnisse decken sich fast mit den restlichen Tests, erstaunlicherweise ist die SPD aber diesesmal weit abgeschlagen. eek

Fazit

Wem man nun am besten seine Stimme gibt, kann einem natürlich keiner der vorher genannten Dienste sagen, da jede Partei ihre Vor- und Nachteile hat. Aber vielleicht kommt ja bei dem einen oder der anderen ein kleiner Aha-Effekt, um sich doch mal mit einer anderen als der “die hab’ ich schon immer gewählt”-Partei zu beschäftigen. Die optimale Lösung gibt es sowieso nicht, man muss einfach für sich abwägen… und natürlich wählen gehen!

…und nun viel Spaß beim Klicken und später Ankreuzen. smile

Trackbacks

Andreas P. am : Andreas P. via Twitter

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RT @bauigel: Neu im Blog: Bundestagswahlen 2013 – Entscheidungshilfen? http://t.co/s9WZCQLov2

Bernds Rappelkiste am : Update für "Bundestagswahlen 2013 - Entscheidungshilfen?"

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Ich wollte nur kurz erwähnen, dass ich den Artikel Bundestagswahlen 2013 – Entscheidungshilfen? um die Seiten SZ-Wahl-Thesentest und Wahl-O-Mat ergänzt habe. Viel Spaß damit.

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