Nachdem ich dieses Jahr über Silvester zum Skifahren gehe und da ne Menge Geld zum Fenster raus werfe um die französische Wirtschaft anzukurbeln, kann ich auch etwas für nen guten Zweck spenden, damit auch anderen Leuten geholfen wird die es wirklich nötig haben.
Silly hatte dazu schon einmal vor einer Weile gefragt, an wen es sinnvoll ist zu spenden. Meine Wahl viel dieses Jahr auf die Sternstunden des Bayerischen Rundfunks.
Seit der Gründung im Jahr 1993 setzt sich Sternstunden weltweit für Kinder und Jugendliche ein, die krank, behindert oder in Not geraten sind.
Gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk engagieren sich die Sponsoren – BayernLB, bayerische Sparkassen und Versicherungskammer Bayern – das ganze Jahr über für Kinderhilfsprojekte in Bayern, in Deutschland und auf der ganzen Welt. Jede Spende kommt zu 100 Prozent bedürftigen Kinder zu Gute, da die Sponsoren von Sternstunden – gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk – alle Verwaltungskosten der Benefizaktion tragen.
Vorgestern (also Donnerstag Abend) hatten wir unser Interview mit Yahya, einem Pakistaner, der seit etwa 4 Jahren in Deutschland lebt. Wir wollten (bzw. mussten ) herausfinden, wo die Unterschiede zwischen Pakistan und Deutschland liegen und diese dann bis in zwei Wochen als Präsentation ausarbeiten und der restlichen Sozi-Gruppe vorstellen.
Im Verlauf des Gesprächs wurden dann doch einige interessante Dinge ausgetauscht, die man so als Normaleuropäer vielleicht gar nicht bemerken würde und auch einige lustige Sachen hat er uns erzählt
Aber erst einmal zu den Fakten:
In Pakistan findet Yahya, dass der Familiensinn viel stärker ausgeprägt ist als in Deutschland.
Andererseits kann er aber in Deutschland freier Leben, da er hier nicht erst mit der ganzen Familie diskutieren muss, wenn er etwas machen möchte. In Pakistan scheint es wohl so zu sein, dass dann erst einmal noch jeder Verwandte seinen Senf dazu gibt, bevor man etwas darf.
Den Männern ist es zwar nach dem Koran erlaubt, bis zu 4 Frauen zu haben, allerdings kann die erste Frau im Ehevertrag (dieser wird immer abgeschlossen) festlegen, dass der Mann keine weiteren Frauen heiraten darf. Allerdings wissen das wohl viele Frauen nicht und streichen den entsprechenden Absatz durch oder tragen nichts ein.
Im Koran steht im Gegenzug auch, dass der Mann die Pflicht hat, seine Frau sexuell zu befriedigen.
Im bewussten Ehevertrag darf die Frau auch rein schreiben, was sie vom Mann haben möchte, wenn sie sich scheiden lassen. Die Frau hat dabei völlig freie Hand und kann alles schreiben.
Scheidungen sind in Pakistan allerdings eher selten. Im letzten Jahr gab es bei knapp 1,1 Milliarden 165 Millionen Einwohnern gerade einmal 16 Scheidungen.
Soweit mal zu den Fakten, jetzt noch etwas lustiges am Rande
Bevor Yahya nach Deutschland kam (und jetzt wohl immer noch), ging in Pakistan das Gerücht herum, dass sich die Deutschen nur einmal in der Woche oder im Monat duschen würden. Deshalb haben wir auch das Deo erfunden
Aber selbst dieses Gerücht mit dem Duschen hat einen interessanten Hintergrund: In den 70ern waren nämlich viele deutsche Hippies in Pakistan und die hatten es wohl nicht so mit der Körperpflege. Die Pakistaner haben das dann gleich mal auf das ganze Land übertragen, hier wohnen schließlich nur solche Leute
Fazit für mich aus dem Gespräch: Es war wirklich sehr interessant für meine zwei Kollegen und mich, einmal eine andere Sicht- und Lebensweise kennen zu lernen. Im normalen Alltag hat man ja mit solchen Dingen eher weniger zu tun.
Wenn es nach dem Willen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht, dann könnten Computerexperten des Bundeskriminalamts (BKA) bald private PCs unbemerkt via Internet durchsuchen. “Es besteht ein Bedürfnis nach Online-Durchsuchungen”, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage in Berlin.
Realistisch? Nötig? Überzogen? Durchgeknallt? Irgendwo hat normalerweise doch alles seine Grenzen, immerhin darf man auch nicht so einfach in meine Wohnung oder meine Briefe lesen.
Sicherlich steht in dem Beitrag auch folgendes
Die Durchsuchungen sollen dabei so erfolgen, dass Computerbesitzer, gegen die ein Strafverfahren läuft, nichts davon bemerken.
Aber wer kontrolliert, ob die entsprechenden “Experten” die Software nicht auch nutzen, um bei normalen unschuldigen Personen zu schnüffeln?